Am Samstag, 3. März 2018, fand der jährliche Open Data Day statt. Der Tag wird schon zum fünften Jahr in Folge von Aktivistinnen und Aktivisten auf der ganzen Welt dafür genutzt, um auf die Bedeutung und das Potential offener Daten für die Gesellschaft hinzuweisen. An insgesamt 15 verschiedenen Veranstaltungen quer durch Deutschland nahmen über 500 Leute teil.

Von Luftdatenqualität bis LoRaWAN

Im BonnLab wurde gemeinsam an der OpenDataMap gearbeitet - Ziel der Anwendung ist die einfache Einbindung von offenen (Geo-) Daten. Diese sind vor allem für den weiteren Ausbau des Bonner LoRaWAN-Netzwerkes wichtig. Mit LoRaWan können smarte Objekte über Kilometer in Kontakt bleiben – viel länger als mit WLAN oder Bluetooth. Das Thema fand nicht nur in Bonn Beachtung, sondern auch bei den Ehrenamtlichen in Wuppertal. Auch im Ulmer Verschwörhaus stand LoRaWAN im Fokus. Hier wurden gemeinsam Platinen für den Ausbau des Netzwerks bestückt und gelötet.

Bekannt als die Hauptstadt des Feinstaubs und Geburtsstätte von luftdaten.info stand der Tag in Stuttgart ganz unter dem Motto Luftdaten. In der Stadtbibliothek konnten TeilnehmerInnen nach einer Einführung in das Thema eigene Feinstaubsensoren basteln. Dies geschah aber nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Düsseldorf, Frankfurt, München und auch in Ulm.

Auch im Kölner hack.Institute haben sich die Teilnehmer mit Luftqualität beschäftigt, allerdings lag hier der Fokus weniger auf Feinstaub und mehr auf dem Schadstoff Stickstoffdioxid. Das Lab arbeitet aktuell an einem Prototyp, der diesen messen soll.

Von Offener Haushalt bis Open Data

Um ein ganz anderes Thema wiederum ging es beim Berliner Open Data Day: Hier standen Haushaltsdaten im Fokus. Diese können mit Hilfe der neu aufgelegten Plattform OffenerHaushalt.de von Bürgern selbstständig hochgeladen und visualisiert werden. Neben den Visualisierungen wurde an der Webseite geschraubt und der Berliner Haushalt genauer unter die Lupe genommen.

Die Veranstaltung in Karlsruhe stand in einem besonderen Rahmen, da sie innerhalb der aktuellen Ausstellung des Zentrums für Kunst und Medien stattfand und ein breites nicht nur digitalaffines Publikum begeistert. Zunächst gab es einen Vortrag der Stadt zu Open Data, woraufhin in einem Workshop am Beispiel des örtlichen Sperrmüllkalenders erklärt wurde, wie man noch nicht offene Daten automatisiert befreien kann (Stichwort: scraping).

Im Stadtweinhaus in Münster wurde Open Data ebenfalls mit einem Impulsvortrag von Seiten der Stadt thematisiert, wobei es besonders spannend war, die Sicht des leitenden IT-Dienstleisters mitzubekommen. In Osnabrück hat sich das Lab in der Stadtbibliothek vorgestellt um dort den direkten Dialog mit Bürgerinnen zu suchen. In Jena stand die Kooperation mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie im Vordergrund. In Heilbronn und Potsdam wurde der Tag mit offenen Barcamp Formaten gestartet, das heißt die Teilnehmer brachten hier ihre eigenen Workshop-Ideen mit und setzen sie in die Tat um.

Über die rege Teilnahme am Open Data Day 2018 haben wir uns sehr gefreut. Das nach fünf Jahren auch zahlreiche städtische Verwaltungen selbst zu den gelungenen Veranstaltungen beitrugen ist ebenfalls ein großer Erfolg. Wenn ihr Lust bekommen habt euch den Labs anzuschließen, schaut auf codefor.de vorbei und kommt zum nächsten Treffen in eurer Nähe.